Bezirksliga Nord: 2:2 zwischen GW Eimsbüttel und Glashütte
04.03.2017
Grün-Weiss Eimsbüttel konnte durch das 2:2 Unentschieden gegen den Glashütter SV am Freitagabend zwar den Zweipunkte-Abstand auf die Norderstedter wahren, aber dadurch keinen echten Befreiungsschlag landen. Glashütte verließ durch den einen Punkt zumindest bis zum morgigen Sonntag den ersten Abstiegsplatz, auf dem nun aufgrund der schlechteren Tordifferenz der TSC Wellingsbüttel steht, der aber am Sonntag schon mit einem Remis gegen den 1. FC Quickborn den Spieß wieder umdrehen könnte.

Mit einer unerklärlich schwachen Leistung in den ersten 45 Minuten machten es die Gäste den Eimsbüttelern leicht, deutlich die Oberhand zu gewinnen, was den guten Auftritt der Elf von Coach Michael Schirmer jedoch nicht in Abrede stellen soll. Ein Fehlabspiel im Aufbau folgte dem nächsten, was die Hausherren immer wieder dazu nutzten, entweder über die rechte Seite mit Joshua Dibbern oder über links mit Tore Thomsen gefährlich vor dem Glashütter Tor aufzutauchen. Nachdem Dibbern zweimal rechts im Sechzehner der Gäste gute Chancen liegengelassen hatte (7./14.) führte ein Freistoß von der linken Seite durch Hannes Vater zum vorhersehbaren Führungstreffer der Gastgeber durch Patrick Hübner, der per Kopfball ins lange Ecke traf (17.). Das 2:0 bereitete über links Tore Thomsen mit einer flach gespielten Flanke vor, die Joshua Dibbern aus kurzer Distanz über die Linie drückte (29.). Drei Minuten später ließ Dibbern nach identischem Spielzug gegen den diesmal aufmerksamen Torwart Björn Schuhmann das 3:0 liegen und vergab so eine mögliche Vorentscheidung in dieser bis dahin einseitigen Partie. Danach erholte sich Glashütte ein wenig und kam aus dem berühmten Nichts zum 1:2 Anschlusstreffer. Jonas Spincke hielt einfach mal aus 22 Metern drauf und überraschte dabei den schlecht aussehenden Keeper Marten Peters, der wenig später von Glück sagen konnte, dass ein Geschoss von Kevin Strominski aus gleicher Distanz nur um Haaresbreite am Kasten vorbeiging (41.). An der hochverdienten Führung der Grün-Weißen zur Pause gab es indes nichts zu rütteln.

Mit Beginn der zweiten 45 Minuten gewann der Glashütter SV deutlich die Oberhand, kam aber gegen die kompakte Abwehr der Hausherren kaum zu nennenswerten Abschlüssen. Die rustikale Gangart der Gastgeber führte dann auch noch früh zu verletzungsbedingten Ausfällen auf Seiten des GSV, der zunächst Dennis Scheer (50.) und dann auch Tim Bröcker (54.) ersetzen musste. Bröcker, von einem Fuß von Thomsen im Gesicht getroffen, erwischte es ganz böse. Sichtlich benommen musste der Rechtsverteidiger schlussendlich mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Gute Besserung wünscht SportNord.
Plötzlich stand dann Joshua Dibbern vollkommen frei vor dem Glashütter Tor, traf aber zum Glück für die Gäste die Kugel nicht richtig und verpasste so das 3:1 (53.). Ansonsten biss sich Glashütte mit viel Ballbesitz an der Abwehr der Hausherren die Zähne aus. Was fehlte waren die klaren Gelegenheiten zum möglichen Ausgleich. Kevin Strominski kam der Sache noch am nächsten, als er rechts am Fünfmeterraum abzog, dabei aber an Keeper Marten Peters scheiterte (68.). Die Eimsbütteler erholten sich danach vom Druck der Gäste und setzten auch wieder Zeichen nach vorne, wobei der eingewechselte Kevin Kleinwort hin und wieder für Unruhe in der Glashütter Abwehr sorgte.

Fünf Minuten vor Spielende war es dann aber doch um die knappe Führung der Hausherren geschehen. Zunächst rettete ein Bein der Grün-Weißen nach einem ersten Hochkaräter von Jonas Drescher auf der Torlinie zur Ecke, die dann auf den langen Pfosten geschlagen wurde und in Kevin Strominski den Abnehmer am langen Pfosten zum 2:2 Ausgleich fand.
Dass Glashütte am Ende noch mehr als einen Punkt mitnehmen wollte, wurde deutlich als sich die Spieler und Verantwortlichen darüber aufregten, dass Referee Furkan Vardar noch kurz vor den üblichen 90 Minuten das Spiel abpfiff. Wieso er dies tat, erschloss sich wohl niemandem, zumal allein die verletzungsbedingten Unterbrechungen (Scheer und Bröcker) mehrere Minuten in Anspruch genommen hatten.





hvp




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